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SUMMARY:Gottesdienst und Konzert 
DESCRIPTION:Am Sonntag\, den 9. August um 10 Uhr findet ein Gottesdienst zum Israelsonntag und um 10.45 Uhr eine Aufführung von Arnold Schoenbergs Kol Nidre (op.39) für Sprecher\, Chor\, Orgel und Schlagzeug statt. \n\n\n\nFoto aus dem Kibbuz Nir Oz (C) ASF/Uriel Kashi\n\n\n\nAm Israelsonntag\, dem 10. Sonntag nach Trinitatis\, stehen im evangelischen Kirchenjahr das Gedenken an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem (70 n.Chr.) und die grundlegende Beziehung zwischen Kirche und Israel\, d.h. von Christentum und Judentum im Zentrum. \n\n\n\n\nDie Zerstörung des Tempels wurde lange antijüdisch als Strafe Gottes für die Ablehnung Jesu als Messias gedeutet\, und der Triumph der Kirche der angeblichen Verwerfung Israels gegenübergestellt. Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems kann deshalb nicht begangen werden\, ohne sich in Erinnerung zu rufen\, dass Gott Juden und Christen zu seinen Zeugen und zu Erben seiner Verheißung gemacht hat. Im Grundartikel der Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) heißt es: „Aus Blindheit und Schuld zur Umkehr gerufen\, bezeugt sie (die EKHN) neu die bleibende Erwählung der Juden und Gottes Bund mit ihnen. Das Bekenntnis zu Jesus Christus schließt dieses Zeugnis ein.“ \n\n\n\n\nBlaues Selbstportrait / Arnold Schoenberg (gemeinfrei)\n\n\n\nDer Gottesdienst wird von Pfarrerin i.R. Ulrike Schmidt-Hesse\, Evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt gestaltet. Organist ist Wolfgang Kleber. \n\n\n\nNach einer kurzen Pause findet um 10.45 Uhr eine Aufführung des Werkes „Kol Nidre“ von Arnold Schoenberg statt.   \n\n\n\nArnold Schoenberg\, der 1898 zum Christentum konvertiert war\, musste Deutschland 1933 verlassen. Im Rahmen einer Zeremonie in Paris kehrte er zum Judentum zurück. Einen Monat später emigrierte er in die USA.1938 lud Rabbi Sonderling\, ein deutscher Emigrantenrabbiner\, Schönberg ein\, eine völlig neue Version von Kol Nidre für die Society for Jewish Culture – Fairfax Temple in Los Angeles zu komponieren. \n\n\n\nKol Nidre wird traditionell am Vorabend von Jom Kippur\, dem Versöhnungstag\, kurz vor Sonnenuntergang in der Synagoge rezitiert oder gesungen. Es handelt sich dabei um eine frühmittelalterliche\, formelhafte Rechtsproklamation auf Aramäisch\, die Juden von bestimmten Gelübden freispricht\, die sie von einem Jom Kippur zum nächsten abgelegt haben. Hierbei handelt es sich um Gelübde\, die die Interessen anderer nicht beeinträchtigen – Gelübde\, die vorschnell\, impulsiv\, unabsichtlich oder ohne gebührende Berücksichtigung aller möglichen Konsequenzen abgelegt wurden. Kol Nidre betrifft aber keine Übertretungen gegen Menschen. Schoenberg hat den alten Text weiterentwickelt und eine völlig neue Vertonung geschaffen. Die Orgelfassung stammt von Leonard Stein\, einem Schüler Schoenbergs. \n\n\n\nZur Aufführung: \n\n\n\nArnold Schoenberg (1874 – 1951):Kol Nidre op. 39 für Sprecher (Rabbi)\, gemischten Chor\, Orgel und Schlagzeug (Fassung von Leonard Stein) \n\n\n\nDavid Pichlmaier\, Sprecher; Wolfgang Kleber\, Orgel; Jürgen Karle\, Schlagzeug; Bessunger Kantorei; Joachim Enders\, Leitung \n\n\n\nDer Gottesdienst mit dem Thema „Weggehen müssen – zurückkehren“ und das Konzert schließen die diesjährige Sommerkirche im Nachbarschaftsraum City-Süd mit dem Motto „Ich bin dann mal DA“ ab.
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SUMMARY:Film: Walter Kaufmann - Welch ein Leben!
DESCRIPTION:Der Film beleuchtet das Leben des jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann\, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden\, und der selbst durch den Kindertransport nach England gerettet wurde. Romanautor\, Seemann\, Korrespondent und politischer Aktivist: im Leben des in Berlin geborenen und am 15.4.2021 im Alter von 97 Jahren gestorbenen Walter Kaufmann spiegeln sich auf einzigartige Weise historisch bedeutende Ereignisse wider. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nWalter Kaufmann – Welch ein Leben!Ein Jahrhundertleben in 101 MinutenKinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies \n\n\n\nSondervorführung in Darmstadt im Programmkino Rexam Sonntag\, den 23.8.26 um 17 Uhrmit Einführung und anschließendem Filmgespräch mit der Regisseurin/dem Regisseur \n\n\n\nAm Montagvormittag\, den 24. August finden Schulvorführungen statt.
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SUMMARY:»Das Schweigen ist ein mächtiger Zauberer«
DESCRIPTION:Agnieszka Lessmann liest aus ihrem autobiografischen Roman „Aga“  \n\n\n\n\n\n\nAus Polen ist die kleine Aga erst nach Israel gezogen\, und von Israel dann nach Deutschland:  Ins Land der Mörder\, wie sie gehört hat. Aber wie lebt man 1968  als Kind in einem Haus der jüdischen Gemeinde. Umgeben von Schweigen\, umgeben von Geschichte\, umgeben von Geschichten? Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah\, und eine Geschichte darüber\, was nötig ist\, um es zu überwinden. Agnieszka Lessmann lebt als freie Schriftstellerin in der Nähe von Köln. Sie ist Autorin von mehreren Hörspielen. Im Jahr 2020 erschien unter dem Titel »Fluchtzustand« ihr erster Lyrikband.  \n\n\n\n\n\n\n\n\nEintrittskarten sind unter www.bit.ly/kulturwochen2026 und an allen Vorverkaufsstellen erhältlich.
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SUMMARY:Gedenken an die Novemberpogrome
DESCRIPTION:9. November 2026\, 17:00 Uhr\, Synagoge\, Wilhelm-Glässing-Str. 26\, 64283 Darmstadt \n\n\n\nDie Jüdische Gemeinde Darmstadt\, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt laden gemeinsam zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 in die Synagoge ein.
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SUMMARY:Erinnerung an Stefan Heym (10. 4. 1913 – 16. 12. 2001) zu seinem 25. Todestag
DESCRIPTION:mit Joachim Keidl und Karlheinz Müller\n\n\n\n\n\nNach der Lektüre der 2024 erschienenen Graphic Novel „Die sieben Leben des Stefan Heym“ von Gerald Richter und Marian Kretschmer möchte mancher Leser ausrufen: Was für ein Leben! \n\n\n\n\n\n\n\n\n1913 wurde der Sohn eines jüdischen Kaufmanns als Helmut Flieg in Chemnitz geboren\, mit Achtzehn wurde er wegen eines antimilitaristischen Gedichtes des Gymnasiums verwiesen\, machte sein Abitur in Berlin und publizierte in linken Blättern. Vor den Nazis floh er nach Prag und nannte sich von nun an Stefan Heym. 1935 erhielt er ein Stipendiat in Chicago\, promovierte über Heinrich Heine und war bis 1939 Chefredakteur der kommunistischen Zeitung „Deutsches Volksecho“. 1942 wurde sein erster Roman „Hostages“ ein Riesenerfolg\, auf Deutsch erschienen 1958 unter dem Titel „Der Fall Glasenapp“. Als Soldat war er erfolgreich für psychologische Kriegsführung gegen Nazis tätig\, um deutsche Soldaten zum Überlaufen zu bewegen. Dann war er Besatzungsoffizier in Deutschland. Nach Beginn des Kalten Krieges verweigerte er antisowjetische Texte und wurde von der McCarthy-Behörde verfolgt. Mit seiner Frau floh er nach Prag und 1952 weiter nach Ost-Berlin. Zunächst hoch angesehen\, geriet er bald wegen seiner Eigenständigkeit und Weigerung\, sich ideologisch vereinnahmen zu lassen\, in Schwierigkeiten mit Parteifunktionären. Er protestierte gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und den Entzug der Mitgliedschaft von unbotmäßigen Autoren im DDR-Schriftstellerverband. Er wurde von der Stasi überwacht\, lag in ständigem Kampf mit der Zensur\, so daß viele seiner Bücher nur im Westen erscheinen konnten. \n\n\n\n\n\n\n\n\n\nIm Alter näherte er sich stärker dem Judentum an. Als er 2001 an einem Heine-Kongreß in Israel teilnahm\, starb er bei einem Ausflug ans Tote Meer. Beigesetzt wurde er auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee\, auf dem auch seine Eltern ihre letzte Ruhe fanden. In ihrem Nachruf\, in der F.A.Z. vom 17. 12. 2001\, schrieb Sabine Brandt: „Aus dem langen Leben dieses Mannes ist keine Handlung bekannt\, die ihm zur Unehre gereicht hätte. Das ist Grund genug\, ihm Dank zu sagen für manche anregende Stunde mit den Büchern\, die er für uns schrieb.“ \n\n\n\n\nIn den Mittelpunkt unseres Abends für Stefan Heym wollen wir den Roman „Der König David Bericht“ (1972) und die Erzählungen „Immer sind die Männer schuld“ (2002) stellen. Über letztere urteilte Dieter Borchmeyer: „Es gibt in der Weltliteratur eine Unzahl bestrickender Liebesgeschichten – aber für eine Altersliebe\, so rührend\, wie sie in diesen letzten Erzählungen Heyms zutage tritt\, finden sich in der deutschen Literatur (…) nur wenige Beispiele.“ (ZEITLITERATUR Oktober 2002
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SUMMARY:Marcus C. Hurek: Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben.
DESCRIPTION:Eine berührende Hommage an eine der bedeutendsten Zeitzeuginnen des Holocaust\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nIn seinem Buch versammelt der Herausgeber und Fotograf Markus C. Hurek Bilder und Zitate von Margot Friedländer. Als eine der letzten Zeitzeuginnen verband sie ihre Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz immer mit einem Appell an Wachsamkeit und Aufbegehren. Das Buch ist ein Aufruf\, die Erinnerung zu bewahren und für eine gerechtere\, menschlichere Zukunft einzutreten. Margot Friedländers Leben und Engagement sind nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis für Standhaftigkeit und Vergebung\, sondern auch dafür\, dass ein Neubeginn im Leben jederzeit möglich ist. \n\n\n\n\n\nMarkus C. Hurek ist Politikchef des Nachrichtenmagazins Focus. Fotografien von ihm erschienen in vielen deutschen Zeitungen\, Zeitschriften\, als Bildbände und auf Buchcovern. Hurek erhielt 2024 den Rückblende- Preis für die beste politische Fotografie des Jahres. \n\n\n\n\nFür Schulklassen: Mittwoch\, 18. November\, 11 Uhr\, Literaturhaus (Zusatztermin um 9 Uhr möglich) Eintritt: €4.-
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