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Ausgabe 10/2026

Newsletter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Darmstadt e.V.

17. Oktober 2026 | 6. Cheschwan, 5787 | ו׳ חֶשְׁוָן תשפ״ז

Liebe Leserin, lieber Leser,

Seit längerem gibt es im November mehrere Gedenktage. Seit einigen Jahren begehen wir auch Gedenktage im Oktober.

Am 7. Oktober haben wir in diesem Jahr zum dritten Mal an das Massaker der Hamas und anderer Terrorgruppen 2023 in Israel erinnert. Zusammen mit anderen Organisationen und Institutionen haben wir zu einem öffentlichen Gedenken eingeladen und an die vielen ermordeten Menschen erinnert - an ihr Leben, an ihr unermessliches Leid und das ihrer Angehörigen und Freunde, an die Verletzungen an Leib und Seele, die die Überlebenden mit sich tragen. Der Schmerz hält an. Anteilnahme bleibt eine wesentliche Aufgabe. Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Da sein. Dem Antisemitismus jeglicher Couleur entgegentreten. Die Hoffnung auf Frieden nicht aufgeben.

Am 9. Oktober jährte sich zum siebten Mal der Anschlag auf die Synagoge in Halle, bei dem die Tür den Schüssen standhielt und der rechtsextreme Attentäter daraufhin eine Passantin und einen Gast an einem Döner-Stand tötete. An der Gedenkveranstaltung in der Synagoge wollte auch der Landtagsvizepräsident von Sachsen-Anhalt (AfD), der in der Vergangenheit und auch am besagten Tag die rechtsextreme Motivation des Attentäters bestritten hat, teilnehmen. Er wurde durch eine Menschenkette, zu der Mitglieder der Jüdischen Studierendenunion gehörten, daran gehindert.

Es gilt, beim Gedenken und im Engagement gegen Antisemitismus wachsam zu sein, damit dies nicht von Menschen mit anderen politischen Interessen gekapert oder instrumentalisiert wird.

Am 9. November findet um 17 Uhr in der Darmstädter Synagoge die Veranstaltung zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 statt. Anschließend – um 18.30 Uhr – laden wir zusammen mit Kooperationspartnern und -partnerinnen zu einem Gedenkgang zu den Gedenkorten für die damals zerstörten Synagogen in der Bleichstraße und auf dem Klinikumsgelände ein. Damit möchten wir weitere Menschen erreichen.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen am 9. November oder bei einer unserer anderen Veranstaltungen begegnen.

Ulrike Schmidt-Hesse
Bernd Lülsdorf
Elina Becher

Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel

Kritik des „Antisemitismus in der Gegenwart“ Vortrag von Stephan Grigat Woher kommt der tief verwurzelte Antisemitismus in der westlichen und arabischen Welt? Was verbindet und unterscheidet ihn vom Rassismus? Und in welcher Tradition steht der Hass auf Israel? Stephan Grigat beleuchtet die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus – vom christlichen und islamischen Antijudaismus über den modernen Antisemitismus bis hin zum projektiven …

Gedenken an die Novemberpogrome

9. November 2026, 17:00 Uhr, Synagoge, Wilhelm-Glässing-Str. 26, 64283 Darmstadt

Die Jüdische Gemeinde Darmstadt, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt laden gemeinsam zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 in die Synagoge ein.
Gedenken an die Novemberpogrome
Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung – um 18.30 Uhr – wird ein Gedenkgang zu den Orten der 1938 zerstörten Synagogen in der Bleichstraße und im Klinikumsgelände stattfinden. Dieser wird von der GCJZ in Kooperation mit dem AK Stolpersteine, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Darmstadt, dem Evangelischen Dekanat Darmstadt, dem Förderverein Liberale Synagoge, der Jüdischen Gemeinde, dem katholischen Pastoralraum Darmstadt-Mitte und der Wissenschaftsstadt Darmstadt veranstaltet.

Erinnerung an Stefan Heym (10. 4. 1913 – 16. 12. 2001)
zu seinem 25. Todestag

Erinnerung an Stefan Heym (10. 4. 1913 – 16. 12. 2001) zu seinem 25. Todestag

16.11.2026, 19:00 Uhr | Literaturhaus Darmstadt

mit Joachim Keidl und Karlheinz Müller Nach der Lektüre der 2024 erschienenen Graphic Novel „Die sieben Leben des Stefan Heym“ von Gerald Richter und Marian Kretschmer möchte mancher Leser ausrufen: Was für ein Leben! 1913 wurde der Sohn eines jüdischen Kaufmanns als Helmut Flieg in Chemnitz geboren, mit Achtzehn wurde er wegen eines antimilitaristischen Gedichtes des Gymnasiums verwiesen, machte sein …

Marcus C. Hurek: Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben.

17./18.11.2026 |
Literaturhaus Darmstadt

Eine berührende Hommage an eine der bedeutendsten Zeitzeuginnen des Holocaust In seinem Buch versammelt der Herausgeber und Fotograf Markus C. Hurek Bilder und Zitate von Margot Friedländer. Als eine der letzten Zeitzeuginnen verband sie ihre Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz immer mit einem Appell an Wachsamkeit und Aufbegehren. Das Buch ist ein Aufruf, die Erinnerung zu bewahren und für eine …
Marcus C. Hurek: Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben.

Save the date!

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am 31. Januar 2027 findet um 10:00 Uhr in der katholischen Innenstadtkirche St. Ludwig der Ökumenische Gottesdienst zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar) statt.

Die Predigt hält Prof. Dr. Christiane Tietz, Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

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